Eine Landingpage konzentriert sich auf ein Angebot und eine nächste Handlung. In Anzeigenkampagnen führt sie das Versprechen der Anzeige weiter; sie kann ebenso Ziel anderer Zugangswege sein. Wenn oben nicht steht, was in der Anzeige versprochen wurde, kommt der Rest der Seite bei vielen Besucherinnen und Besuchern gar nicht mehr an. Dieser Artikel zeigt dir den Aufbau in Blöcken, wie du das Formular ansetzt und was du vor dem Livegang prüfst.
Die kurze Antwort
Der erste Bildschirm muss die Anzeige einlösen. Wer auf eine Anzeige für „Dienstplanung für Pflegeeinrichtungen“ klickt und oben „Willkommen bei uns – Ihr Partner für Digitalisierung“ liest, hat sich verklickt und geht zurück. Diese Übereinstimmung zwischen Anzeigenversprechen und Seitenanfang ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für die Überarbeitung. Prüfe anschließend Reihenfolge, Formular und Vertrauenselemente im Zusammenhang.
Der Aufbau in Blöcken
Eine Landingpage folgt einer Reihenfolge, die den Fragen deiner Besucherinnen und Besucher entspricht. Sie fragen sich der Reihe nach: Bin ich hier richtig? Was genau bekomme ich? Warum ausgerechnet hier? Was kostet das ungefähr? Was passiert, wenn ich klicke? Diese Reihenfolge ist ein Ausgangspunkt. Passe sie an das Angebot und die offenen Fragen deiner Zielgruppe an.
Das Formular: so kurz wie nötig, nicht so kurz wie möglich
Die Faustregel „weniger Felder ist besser“ stimmt nur, wenn du reine Menge willst. Willst du passende Anfragen, ist ein zusätzliches Qualifizierungsfeld oft mehr wert als eine etwas höhere Zahl an Absendungen. Frage dich pro Feld: Brauche ich diese Angabe, um das erste Gespräch sinnvoll zu führen? Wenn nein, streich sie. Wenn ja, behalte sie – auch wenn sie die Anzahl senkt.
Ein praktischer Kompromiss ist die Zweiteilung: wenige Pflichtfelder für den Erstkontakt, ein oder zwei optionale Felder für Kontext. Und ganz wichtig: Nach dem Absenden braucht es eine klare, zugängliche Bestätigung, die stehen bleibt. Das kann eine eigene Seite oder ein Erfolgszustand im Formular sein. Bei Formularen mit Seitenwechsel ist diese Bestätigungsseite ein zuverlässiger Auslöser für deine Messung; sendet dein Formular ohne Seitenwechsel, brauchst du stattdessen ein Ereignis, das nur bei erfolgreicher Übermittlung feuert – wie du das vorher festlegst, steht im Artikel zum Messkonzept.
Beispiel: Anzeigengruppe, Seitenversprechen, Zielhandlung
Die folgende Zuordnung ist ein frei erfundenes Beispiel und soll nur zeigen, wie eng Anzeige und Seite zusammenhängen sollten.
| Anzeigengruppe (fiktiv) | Überschrift auf der Seite | Zielhandlung | Gehört nicht auf diese Seite |
|---|---|---|---|
| Dienstplanung Pflege | Dienstpläne für Pflegeeinrichtungen ohne Excel | Demo-Termin buchen | Allgemeine Firmenvorstellung |
| Schichtplanung Gastronomie | Schichtpläne für Gastronomiebetriebe planen | Demo-Termin buchen | Funktionen für Pflegeeinrichtungen |
| Software wechseln | Von der alten Planungssoftware wechseln | Migrationsgespräch anfragen | Preistabelle für Neukunden ohne Altsystem |
Aus der Tabelle folgt eine unbequeme Konsequenz: Drei Anzeigengruppen mit unterschiedlichen Versprechen brauchen in der Regel drei Seiten oder mindestens drei austauschbare Kopfbereiche. Je stärker sich die Erwartungen unterscheiden, desto genauer solltest du die gemeinsame Zielseite prüfen. Genau dafür bauen wir Performance-Landingpages; wenn du eine einzelne Seite von Grund auf brauchst, kannst du auch direkt eine Landingpage erstellen lassen.
Technik: mobil und schnell, sonst zählt der Rest nicht
Je nach Kanal und Zielgruppe kommt ein großer Teil der Anzeigenklicks vom Smartphone, oft über Mobilfunk – wie hoch der Anteil bei dir ist, steht in deinen eigenen Berichten. Wenn die Seite dort langsam aufbaut oder das Formular hakt, verlierst du Menschen, bevor dein Text überhaupt eine Chance hatte. Prüfe die Seite deshalb zuerst mobil und erst danach am großen Bildschirm – nicht umgekehrt. Große Bilder, eingebettete Videos und Skripte von Drittanbietern gehören zu den häufigsten Bremsen. Wie du das systematisch angehst, steht in unserem Artikel zur Ladezeit.
Checkliste vor dem Livegang
Wann eine eigene Landingpage – und wann nicht
Nicht jede Kampagne braucht eine eigene Seite. Wenn deine bestehende Leistungsseite das Anzeigenversprechen sauber einlöst, gut strukturiert ist und eine klare Zielhandlung hat, reicht sie oft. Eine eigene Landingpage lohnt sich, wenn das Angebot in der Anzeige enger ist als die Leistungsseite, wenn du Varianten testen willst oder wenn die bestehende Seite so viele Ausgänge hat, dass die Zielhandlung untergeht.
Grenzen
Eine Landingpage kann ein schwaches Angebot nicht retten und keine Nachfrage erzeugen, die es nicht gibt. Sie kann auch nicht ausgleichen, wenn die Anzeige etwas verspricht, das du nicht lieferst – dann bekommst du zwar Anfragen, aber die falschen, und der Aufwand entsteht später im Vertrieb. Was hier steht, sind begründete Empfehlungen und Erfahrungsprinzipien, keine Garantie für eine bestimmte Anfragequote. Belastbar wird es erst, wenn du die Seite mit eigener Messung beobachtest.
Dein nächster Schritt
Nimm deine wichtigste Anzeige und die Seite, auf die sie führt, und leg beide nebeneinander. Schreib den ersten Satz der Seite neu, sodass er die Anzeige eindeutig aufgreift. Das ist die Änderung, die sich meist zuerst lohnt – und sie ist in kurzer Zeit erledigt.
Anzeigen laufen, aber die Seite passt nicht dazu?
Wir schauen uns Anzeige und Zielseite gemeinsam an und benennen die Stellen, an denen das Versprechen abreißt.
Performance Marketing besprechen




