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GEO-Audit: Checkliste für deine Website

GEO
Rebi Okuyan Rebi Okuyan Co-Founder
Lupe vor einer KI-Antwort und Prüfkarten für Zugriff, Inhalt und Quellen auf lilafarbenem Hintergrund

Ein GEO-Audit ist kein Werkzeugbericht, sondern eine geordnete Bestandsaufnahme. Diese Checkliste führt dich in vier Blöcken durch deine Website und endet mit einer Priorisierung, die du deinem Team vorlegen kannst. Du brauchst dafür Zugriff auf Hosting, CMS und Analysedaten; wie lange der Durchlauf dauert, hängt von Größe und Zustand der Website ab.

Die kurze Antwort: Ein brauchbares GEO-Audit beantwortet vier Fragen in dieser Reihenfolge. Erstens: Dürfen und können die relevanten Dienste deine Seiten abrufen? Zweitens: Beantworten deine Inhalte tatsächlich Fragen? Drittens: Ist eindeutig, wer du bist und was du machst? Viertens: Kannst du überhaupt merken, wenn sich etwas ändert? Wer in umgekehrter Reihenfolge anfängt, optimiert Texte auf Seiten, die niemand abrufen darf.

Vorbereitung: Ohne diese drei Dinge lohnt es sich nicht

Bevor du loslegst, brauchst du erstens eine Liste deiner wichtigsten 10 bis 20 URLs – nicht alle Seiten, sondern die, die Geschäft bringen oder Fragen beantworten. Zweitens brauchst du Zugriff auf robots.txt, Serverlogs oder zumindest die Einstellungen deines CDNs. Drittens brauchst du eine Liste der Fragen, die deine Kundschaft wirklich stellt. Ohne diese Fragenliste bewertest du Inhalte nach Bauchgefühl. Das Vorgehen ähnelt strukturell dem klassischen Vorgehen aus der SEO-Audit-Checkliste, setzt aber andere Schwerpunkte – vor allem bei Zugriffsrechten und Eindeutigkeit.

Block 1: Zugriff und Abrufbarkeit

robots.txt lesen Steht dort ein pauschales Disallow, oder werden einzelne Bots gesperrt? Notiere jede Sperre und wer sie warum gesetzt hat.
Firewall und CDN prüfen Viele Sperren stehen nicht in der robots.txt, sondern in Bot-Schutzregeln. Prüfe, ob dort ganze Kategorien blockiert werden.
Auslieferung testen Rufe deine wichtigsten Seiten ohne Browser ab und sieh nach, ob der eigentliche Text im ausgelieferten Quelltext steht.
Statuscodes und Weiterleitungen Wichtige URLs sollten mit Status 200 antworten. Einzelne Weiterleitungen, etwa von http auf https oder auf die kanonische Schreibweise, sind normal und unproblematisch – vermeide Ketten über mehrere Zwischenstationen und verlinke intern direkt auf das Ziel.
Indexierbarkeit Keine versehentlichen noindex-Angaben, keine wichtigen Inhalte hinter Login oder Formular.
Sitemap Enthält sie genau die Seiten, die zählen, und keine Karteileichen? Ist sie erreichbar und aktuell?

Für die inhaltliche Freigabe gilt der Hinweis von Google, dass für seine KI-Funktionen keine gesonderten Dateien oder eigenen Auszeichnungstypen verlangt werden – Seiten müssen indexiert und für die Darstellung eines Snippets geeignet sein (Google Search Central zu KI-Funktionen). Wenn du also irgendwo Snippet-Beschränkungen gesetzt hast, gehören die in diesen Block. Welche Prüfungen speziell für ChatGPT dazukommen, steht in In ChatGPT gefunden werden.

Block 2: Inhalt und Struktur

Frage-Abgleich Gibt es für jede Frage aus deiner Liste eine Seite, die sie beantwortet? Trage die URL ein oder markiere die Lücke.
Antwort am Anfang Steht die Kernaussage in den ersten Sätzen oder erst nach drei Absätzen Anlauf?
Absätze für sich lesbar Nimm drei zufällige Absätze aus dem Text und lies sie isoliert. Verständlich ohne Kontext oder nicht?
Belege und Stand Sind Zahlen, Fristen und fachliche Aussagen mit Quelle und Datum versehen?
Doppelte Themen Behandeln drei Seiten dasselbe halb? Zusammenlegen schlägt meist Nachbessern.
Interne Wege Führen deine Erklärseiten zur passenden Leistungsseite, und zwar im Text statt nur in der Navigation?

Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt. Wenn eine Erklärseite gut gefunden wird, aber im Text keinen Weg zur passenden Leistung anbietet, verpufft der Effekt. Wie du das systematisch planst, steht in Interne Verlinkung planen.

Block 3: Eindeutigkeit deines Unternehmens

Einheitliche Selbstbeschreibung Beschreibst du dich auf Startseite, Über-uns, Profilen und Verzeichnissen gleich – oder in vier Varianten?
Konkrete Leistungsbenennung Steht irgendwo in klaren Worten, was du machst, für wen und in welchem Gebiet?
Kontakt- und Firmendaten Name, Rechtsform, Adresse und Ansprechpartner konsistent über alle Orte hinweg. Betriebe mit Ladengeschäft und Außendienst können sowohl die Adresse als auch das Einsatzgebiet angeben – beides schließt sich nicht aus.
Fachliche Erwähnungen Wirst du auf themenrelevanten Seiten erwähnt, nicht nur in beliebigen Verzeichnissen?
Autorschaft Ist erkennbar, wer die Inhalte verantwortet – ohne erfundene Titel oder aufgeblasene Biografien?

Block 4: Messbarkeit

Fragenset definiert Hast du 15 bis 30 feste Fragen, die du regelmäßig stichprobenartig testest?
Protokoll vorhanden Gibt es einen Ort, an dem Datum, Frage, Antwort und genannte Quellen festgehalten werden?
Referral-Erkennung Erkennt deine Analyse Zugriffe, die von KI-Oberflächen kommen, und wird das nicht von Filtern verschluckt?
Anfragequelle im Formular Fragst du im Kontaktformular ab, wie jemand auf dich gekommen ist?
Ausgangswert notiert Hast du einen Stand von heute dokumentiert, mit dem du in drei Monaten vergleichen kannst?

Die Vorlage zum Ausfüllen

PrüfpunktStatusBefundAufwandPriorität
Zugriff: robots.txt und Bot-Regeln
Zugriff: Auslieferung ohne Browser
Zugriff: Statuscodes und Weiterleitungen
Inhalt: Frage-Abgleich Top-Themen
Inhalt: Antwort steht am Anfang
Inhalt: Belege und Aktualitätsstand
Eindeutigkeit: einheitliche Beschreibung
Eindeutigkeit: fachliche Erwähnungen
Messung: Fragenset und Protokoll
Messung: Referral und Anfragequelle

Auswerten und priorisieren

Wenn alles ausgefüllt ist, wirst du mehr Befunde haben, als du in einem Quartal abarbeiten kannst. Wir empfehlen folgende Reihenfolge: Prüfe zuerst, ob wichtige Seiten überhaupt abgerufen werden können. Ist die Behebung aufwendig, etwa bei einem Umbau der Auslieferung, plant ihr sie trotzdem als Erstes ein, statt sie zu überspringen. Danach kommen Punkte mit kleinem Aufwand und großer Wirkung, typischerweise Textumbauten auf Seiten, die es schon gibt. Danach die Eindeutigkeitsarbeit, die viele kleine Schritte an vielen Orten bedeutet. Fehlt eine wichtige Antwort bisher vollständig, kann ein neuer Inhalt ebenfalls hohe Priorität haben. Entscheide nach Bedarf, Aufwand und den vorhandenen Lücken.

Grenzen dieser Checkliste

Ein Audit sagt dir, ob deine Voraussetzungen stimmen. Es sagt dir nicht voraus, ob du in Antworten vorkommen wirst – diese Zusage kann niemand seriös geben, und keine Struktur erzwingt eine Nennung. Außerdem veraltet ein Audit: Systeme ändern ihr Verhalten, und ein Bot-Filter, den ein Dienstleister nächstes Jahr aktiviert, macht Block 1 wieder relevant. Plane eine Wiederholung nach wesentlichen Änderungen und feste Kontrolltermine, die zur Änderungsfrequenz deiner Website passen. Wenn du den Durchlauf lieber von außen und mit dokumentiertem Befund haben willst, ist das genau der Umfang eines GEO-Audits.

Der nächste Schritt nach dem Ausfüllen ist unspektakulär, aber entscheidend: Nimm die drei Zeilen mit der höchsten Priorität, gib jeder einen Namen und ein Datum, und trag sie in eure normale Aufgabenplanung ein. Ein Audit, das als PDF liegen bleibt, hat nichts verändert.

Lieber mit fremdem Blick prüfen lassen?

Wir gehen die vier Blöcke an deiner Website durch und liefern eine priorisierte Liste statt eines Werkzeugberichts.

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