Ein GEO-Audit ist kein Werkzeugbericht, sondern eine geordnete Bestandsaufnahme. Diese Checkliste führt dich in vier Blöcken durch deine Website und endet mit einer Priorisierung, die du deinem Team vorlegen kannst. Du brauchst dafür Zugriff auf Hosting, CMS und Analysedaten; wie lange der Durchlauf dauert, hängt von Größe und Zustand der Website ab.
Die kurze Antwort: Ein brauchbares GEO-Audit beantwortet vier Fragen in dieser Reihenfolge. Erstens: Dürfen und können die relevanten Dienste deine Seiten abrufen? Zweitens: Beantworten deine Inhalte tatsächlich Fragen? Drittens: Ist eindeutig, wer du bist und was du machst? Viertens: Kannst du überhaupt merken, wenn sich etwas ändert? Wer in umgekehrter Reihenfolge anfängt, optimiert Texte auf Seiten, die niemand abrufen darf.
Vorbereitung: Ohne diese drei Dinge lohnt es sich nicht
Bevor du loslegst, brauchst du erstens eine Liste deiner wichtigsten 10 bis 20 URLs – nicht alle Seiten, sondern die, die Geschäft bringen oder Fragen beantworten. Zweitens brauchst du Zugriff auf robots.txt, Serverlogs oder zumindest die Einstellungen deines CDNs. Drittens brauchst du eine Liste der Fragen, die deine Kundschaft wirklich stellt. Ohne diese Fragenliste bewertest du Inhalte nach Bauchgefühl. Das Vorgehen ähnelt strukturell dem klassischen Vorgehen aus der SEO-Audit-Checkliste, setzt aber andere Schwerpunkte – vor allem bei Zugriffsrechten und Eindeutigkeit.
Block 1: Zugriff und Abrufbarkeit
Für die inhaltliche Freigabe gilt der Hinweis von Google, dass für seine KI-Funktionen keine gesonderten Dateien oder eigenen Auszeichnungstypen verlangt werden – Seiten müssen indexiert und für die Darstellung eines Snippets geeignet sein (Google Search Central zu KI-Funktionen). Wenn du also irgendwo Snippet-Beschränkungen gesetzt hast, gehören die in diesen Block. Welche Prüfungen speziell für ChatGPT dazukommen, steht in In ChatGPT gefunden werden.
Block 2: Inhalt und Struktur
Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt. Wenn eine Erklärseite gut gefunden wird, aber im Text keinen Weg zur passenden Leistung anbietet, verpufft der Effekt. Wie du das systematisch planst, steht in Interne Verlinkung planen.
Block 3: Eindeutigkeit deines Unternehmens
Block 4: Messbarkeit
Die Vorlage zum Ausfüllen
| Prüfpunkt | Status | Befund | Aufwand | Priorität |
|---|---|---|---|---|
| Zugriff: robots.txt und Bot-Regeln | ||||
| Zugriff: Auslieferung ohne Browser | ||||
| Zugriff: Statuscodes und Weiterleitungen | ||||
| Inhalt: Frage-Abgleich Top-Themen | ||||
| Inhalt: Antwort steht am Anfang | ||||
| Inhalt: Belege und Aktualitätsstand | ||||
| Eindeutigkeit: einheitliche Beschreibung | ||||
| Eindeutigkeit: fachliche Erwähnungen | ||||
| Messung: Fragenset und Protokoll | ||||
| Messung: Referral und Anfragequelle |
Auswerten und priorisieren
Wenn alles ausgefüllt ist, wirst du mehr Befunde haben, als du in einem Quartal abarbeiten kannst. Wir empfehlen folgende Reihenfolge: Prüfe zuerst, ob wichtige Seiten überhaupt abgerufen werden können. Ist die Behebung aufwendig, etwa bei einem Umbau der Auslieferung, plant ihr sie trotzdem als Erstes ein, statt sie zu überspringen. Danach kommen Punkte mit kleinem Aufwand und großer Wirkung, typischerweise Textumbauten auf Seiten, die es schon gibt. Danach die Eindeutigkeitsarbeit, die viele kleine Schritte an vielen Orten bedeutet. Fehlt eine wichtige Antwort bisher vollständig, kann ein neuer Inhalt ebenfalls hohe Priorität haben. Entscheide nach Bedarf, Aufwand und den vorhandenen Lücken.
Grenzen dieser Checkliste
Ein Audit sagt dir, ob deine Voraussetzungen stimmen. Es sagt dir nicht voraus, ob du in Antworten vorkommen wirst – diese Zusage kann niemand seriös geben, und keine Struktur erzwingt eine Nennung. Außerdem veraltet ein Audit: Systeme ändern ihr Verhalten, und ein Bot-Filter, den ein Dienstleister nächstes Jahr aktiviert, macht Block 1 wieder relevant. Plane eine Wiederholung nach wesentlichen Änderungen und feste Kontrolltermine, die zur Änderungsfrequenz deiner Website passen. Wenn du den Durchlauf lieber von außen und mit dokumentiertem Befund haben willst, ist das genau der Umfang eines GEO-Audits.
Der nächste Schritt nach dem Ausfüllen ist unspektakulär, aber entscheidend: Nimm die drei Zeilen mit der höchsten Priorität, gib jeder einen Namen und ein Datum, und trag sie in eure normale Aufgabenplanung ein. Ein Audit, das als PDF liegen bleibt, hat nichts verändert.
Lieber mit fremdem Blick prüfen lassen?
Wir gehen die vier Blöcke an deiner Website durch und liefern eine priorisierte Liste statt eines Werkzeugberichts.
Zur GEO-Agentur




